Zecken

Vorbeugung und Schutz
 
Zecken halten sich in Bodennähe, maximal auf einer Höhe von circa 80 – 150 cm, auf. Das Tragen von geschlossenem Schuhwerk und das Bedecken der Beine und Arme mit langer Kleidung dienen dabei als Schutz. Auch ist darauf zu achten, dass die Hosen in die Socken/Strümpfe gestülpt werden. Zeckensprays und Puder sind zusätzliche Massnahmen. Sie wirken aber nur kurze Zeit und sind allein angewendet zu wenig zuverlässig!

Nach dem Aufenthalt im Freien sind der gesamte Körper und die Kleidung nach Zecken abzusuchen. Helle Kleidung erleichtert das Absuchen nach Zecken. Zecken bevorzugen warme, feuchte und dünne Hautpartien wie die Kniekehlen, die Innenseite der Oberschenkel, Leisten, Hals, Nacken, und Achselhöhlen; bei Kindern ist häufig auch der behaarte Kopf befallen.

Eine Zecke entfernen

  • Zecke möglichst rasch nach deren Entdeckung entfernen.

  • Zecke mit einer feinen Pinzette durch Fassen direkt über der Haut und mit leichtem, kontinuierlichem Zug entfernen. Es ist nicht empfehlenswert, die Zecke mit Öl, Leim oder Ausbrennen abtöten zu wollen. Selbst wenn ein Teil des Saugrüssels in der Haut stecken bleibt, ist dies nicht weiter schlimm, da der Fremdkörper vom Organismus selbst herausgearbeitet wird.

  • Stichstelle gut desinfizieren (dies verhindert allerdings keine Krankheitsübertragung).

  • Zeckenstich sorgfältig dokumentieren:

1. Wann erfolgte der mutmassliche Befall?

2. Wo erfolgte der mutmassliche Befall?

3. Wann wurde die Zecke entfernt?

  • Zecke in einem beschrifteten Döschen für allfällige spätere Analysen aufbewahren.

  • Stichstelle in den folgenden Tagen und Wochen gut beobachten.

  • Bei Auftreten auffälliger Symptome wie wandernde Rötung, Ausschlag, grippeartige Beschwerden, Schwindel, Gelenk-, Kopfschmerzen oder-/und Übelkeit unbedingt einen Arzt aufsuchen und auf einer genauen Abklärung bestehen. Dokumentation mitnehmen.

 

Krankheitsbild FSME

 

Die FSME (Hirnhautentzündungen) ist weniger häufig und befällt ausschliesslich das Nervensystem.

Sieben bis vierzehn Tage nach dem Stich einer infizierten Zecke kann es zu einer ersten Krankheitsphase mit grippeartigen Symptomen kommen. Beim Grossteil der Patienten treten jedoch keine Krankheitszeichen auf. Bei 5 bis 15 % der Erkrankten kommt es nach einem beschwerdefreien Zeitraum zum Befall des zentralen Nervensystems mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen. Diese können Wochen bis Monate andauern. Bei einem Teil der Patienten können Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven auftreten und zu bleibenden Behinderungen führen. In zirka 1 % der Fälle mit neurologischen Symptomen führt die Krankheit zum Tod. Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich, es können lediglich Symptome behandelt werden.

Krankheitsbild Lyme-Borreliose

Vom Borrelia-Bakterium gibt es mehrere Arten. Je nach Art werden im Verlauf der Erkrankung verschiedene Organe betroffen. Erstes Symptom der Erkrankung kann eine örtliche Rötung an der Stichstelle sein, die sich ausdehnt und ringförmig wird. Innerhalb von Tagen bis Wochen verschwindet sie wieder. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es nach Wochen, Monaten oder gar Jahren zu einem zweiten Stadium, während dem die Gelenke, das Nervensystem, die Haut und selten das Herz befallen werden können. Eine Borrelieninfektion kann durch die Gabe von Antibiotika behandelt werden. Unerkannt oder ungenügend behandelt, können sich als Folge einer Borreliose bleibende Behinderungen ergeben.

Naturheilkundliche Ansätze

 

Kleidung wie oben beschrieben und Absuchen sind der beste Schutz.

 

Folgende Gerüche haben Zecken nicht gerne:

Lavendel, Teebaumöl, Zitrusöl als Schutzspray, muss häufig aufgetragen werden  Knoblauch in täglicher Ernährung

 

Sollte doch einmal eine Zecke zubeissen, Zecke rasch entfernen, Wunde desinfizieren und Person in den nächsten Tagen/Wochen beobachten (wie oben beschrieben).

Auch eine Lyme-Borreliose kann ohne Antibiotika, z.B. durch Homöopathie, behandelt werden. Wem dies ein zu grosses Risiko ist, soll die herkömmliche Antibiotikatherapie wählen und danach die Darmflora naturheilkundlich unbedingt wieder aufbauen, damit das Immunsystem wieder intakt ist.

 

Bei der Hirnhautentzündung (FMSE) gilt es sofort das Immunsystem zu stärken, damit der Körper die Viren in Schach halten kann.

 

In beiden Fällen hilft ein gesundes Immunsystem für einen abgeschwächten Verlauf der Krankheit.

Quellenangaben

Bundesamt für Gesundheit BAG

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